Pyometra bei der Hündin
Eine bei Hündinnen leider gar nicht so seltene Erkrankung ist die Gebärmutterentzündung oder Pyometra. Es gibt keine Statistiken über die Häufigkeit, aber Tierärzte schätzen, dass jede vierte Hündin über acht Jahre gefährdet ist. Jüngere Hündinnen haben nur dann ein erhöhtes Risiko, wenn sie mit Hormonen behandelt werden oder wurden, zum Beispiel zur Läufigkeitsunterdrückung.
In den meisten Fällen entsteht die Krankheit im Anschluss an eine Läufigkeit. Während der Läufigkeit ist der Muttermund der Hündin geöffnet, so dass Bakterien eindringen können. Da außerdem in dieser Zeit in der Gebärmutter vermehrt Sekrete produziert werden, finden die Bakterien einen idealen Nährboden. Nach dem Ende der Läufigkeit schließt sich der Muttermund der Hündin wieder, so dass der Eiter, der in Folge der bakteriellen Infektion entsteht, nicht abfließen kann. Er sammelt sich in der Gebärmutter an.
Meistens wird die Pyometra erst sehr spät entdeckt, da die Hündin keine oder fast keine Symptome zeigt. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zeigen sich Fieber, vermehrtes Trinken und Urinieren, Schwäche, Abmagerung bei vermehrtem Bauchumfang und andere Allgemeinsymptome. Je nach der eingedrungenen Bakterienart kann es durch die Stoffwechselprodukte der Bakterien zu einer allgemeinen Vergiftung kommen, die dann innere Organe wie Leber, Nieren oder das Herz in Mitleidenschaft zieht. Die mit Eiter gefüllte Gebärmutter kann auch platzen, in dem Fall stirbt die Hündin innerhalb kurzer Zeit.
Eine möglichst frühzeitige Entdeckung und Behandlung der Krankheit ist also wichtig. Die Standard-Behandlung besteht in der Kastration, also in der Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken. Wenn dies nicht möglich ist, zum Beispiel weil es sich um eine Zuchthündin handelt oder weil ein erhöhtes Operationsrisiko vorliegt, dann gibt es auch medikamentöse Behandlungen. Da diese Behandlungen erst mit einer gewissen Zeitverzögerung wirken, hat man nur dann die Auswahl, wenn man die Erkrankung rechtzeitig bemerkt hat. Es ist also immer sinnvoll, seine Hündin aufmerksam zu beobachten, damit man Symptome irgendwelcher Hunde-Krankheiten möglichst frühzeitig bemerkt.
Die Pyometra kann durch eine vorsorgliche Kastration verhindert werden, was aber andere Nachteile mit sich bringt. Viele andere Krankheiten können nicht vorsorglich ausgeschlossen werden, so dass man ohnehin immer auf seinen Hund achten muss.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von Astrid Kurbjuweit
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Tags: hündin, hund, kastration, läufigkeit, pyometra

